Schwarzwald Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Rübengeister

Wussten Sie schon, was hinter der Tradition der Rübengeister steckt?

Gruselige Kürbisfratzen sind spätestens seit dem irisch-amerikanischen Halloween-Fest auch bei uns keine Seltenheit mehr.

Doch schon bevor dieses Treiben zu uns nach Deutschland kam, sorgten andere Lichtgeister für gruselige Stimmung in den späten Herbstmonaten: die Rübenlaternen. Diese mussten mittlerweile jedoch vielerorts dem Kürbislicht weichen.
Das liegt nicht nur daran, dass die Rübe in den ländlichen Gebieten an Bedeutung verloren hat und nur noch selten angebaut wird, sondern auch an der Tatsache, dass sich der Kürbis viel leichter aushöhlen lässt.

Doch was steckt tatsächlich hinter dem einstigen Brauch der Rübenlaternen?
Ursprünglich handelt es sich beim Rübengeistschnitzen um eine alte Tradition aus der Erntezeit. Die Menschen stellten Kerzen in die ausgehöhlten Rüben, um damit die dunkle Jahreszeit zu erhellen. Auch böse Geister und die damit verbundene Angst sollten vertrieben werden.

Mancherorts ziehen die Kinder noch heute mit ihren Rübengeistern in der Woche vor dem 
31. Oktober bei Abenddämmerung durch die Nachbarschaft, stellen ihre Rübenköpfe vor die Haustür, klingeln und verstecken sich. Sobald die Tür geöffnet wird, sprechen sie einen Vers auf. Das bleibt natürlich nicht unbelohnt: von den Hausbewohnern erhalten die Kinder eine kleine Aufmerksamkeit.

Übrigens: Bereits seit 2003 findet dieser Rüben-Brauch bei uns im Vogtsbauernhof seinen festen Platz im Jahresprogramm. Während der Herbstferien in Baden-Württemberg können Kinder auch in diesem Jahr ihren eigenen Rübengeist schnitzen.

Wussten Sie schon ... ?

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