Schwarzwald Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Mit dem ist nicht gut Kirschen essen

Wussten Sie schon, woher die Redewendung „Mit dem ist nicht gut Kirschen essen“ stammt?

Zur Zeit blühen überall die Kirschbäume. Bald schon dürfen wir uns wieder auf den Verzehr der süßen Früchte freuen. Wer einen Kirschbaum im Garten hat, verteilt das Obst gerne mal an Nachbarn und Freunde. Doch das großzügige Hergeben von Kirschen, weil man nicht weiß, wie man die oft üppige Ernte allein verzehren soll, war nicht immer Gang und Gäbe. 

Im Mittelalter, als Kirschen noch selten und daher teuer waren, konnten sich nur gut situierte Leute diesen Luxus leisten. Gelegentlich trafen sich die oberen Schichten zum gemeinsamen Kirschenessen. Dabei kam es vor, dass sich Angehörige des „gemeinen Volkes“ unter die geladenen Gäste mischten, um auch in den Genuss der fruchtigen Köstlichkeiten zu kommen. Wurden sie entdeckt, bespuckte man sie mit Kirschkernen und –stielen und verjagte sie vom Gelände. Mit ihnen war einfach nicht „gut Kirschen essen“.

Übrigens: Kirschkerne lassen sich wunderbar für Wärmekissen verwenden. Einfach die Kirschkerne reinigen oder in ein Essigbad geben, um das Fruchtfleisch zu lösen, und anschließend abkochen. Danach müssen die Kerne trocknen. Das geht am besten im Backofen bei 40 bis 60 Grad. Währenddessen einen schönen Stoff aussuchen, eine Kissenhülle nähen, mit den getrockneten Kirschkernen füllen und zunähen. Fertig ist das Wärmekissen, das nun ganz einfach in der Mikrowelle erhitzt werden kann.

Wussten Sie schon...?

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