Schwarzwald Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Kinzigtäler Speicher

Wussten Sie schon, dass sich am Kinzigtäler Speicher eine wahre Tragödie ereignete?

Der Gedenkstein rechts neben dem Eingang des Kinzigtäler Speichers weist bereits daraufhin, dass hier ein trauriges Ereignis stattgefunden haben muss.

Und so war es: Michael Matt, Knecht des Philipp Harter, starb am Abend des 25. Oktober 1835 beim Nachhausegehen. Er fand, so heißt es, unschuldig von einer Kugel getroffen im Alter von 26 Jahren den Tod.

War er wirklich unschuldig? War es ein unglückliches Missgeschick, ein tragisches Versehen oder doch heimtückischer Mord? Genaueres ist leider nicht bekannt.

Den Gerüchten zufolge soll ein Knecht namens Severin den jungen Michael Matt aus Eifersucht erschossen haben. Zehn Jahre habe er dafür im Kerker bitter büßen müssen, bevor er als gebrochener Mann in seinen Heimatort zurückgekehrt sei. Mit Gewissheit steht fest, dass der Schuss vom Kinzigtäler Speicher aus abgefeuert wurde und Michael Matt, der am Haus vorbeiging, tödlich traf. Ein gezielter Schuss? Von hier aus, in einem schattigen Schwarzwaldtal, Ende Oktober, abends nach sechs Uhr? Sie merken, sonderlich glaubwürdig klingt das nicht. Was wirklich an diesem Abend geschah, werden wir wohl nie erfahren.

Übrigens: Die ganze Geschichte wird Ihnen seit dieser Saison auf besondere Weise erzählt. Martin Schaeffer trägt Ihnen die Tragödie unter Begleitung seiner historischen Drehorgel als Moritat vor. Machen Sie sich selbst ein Bild von den Umständen, unter denen diese Tat stattfand.

 

Wussten Sie schon ... ?

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