Schwarzwald Freilichtmuseum Vogtsbauernhof


Brot backen

Wussten Sie schon, wie oft früher Brot gebacken wurde?

Wer heute frisches Brot braucht, geht in der Regel zum nächsten Bäcker oder Einkaufsmarkt. Die wenigsten von uns backen ihr Brot noch selbst. Doch wie war das eigentlich früher, als es noch keine Bäckereien und Märkte gab?

Backtag war früher einmal im Monat. Die abgelegenen Schwarzwaldhöfe besaßen eigene Backhäuser, um Brot für den Eigenbedarf zu backen. 
Da der Holz- und Arbeitsaufwand sehr groß waren, wurde auf Vorrat gebacken. Der Teig wurde bereits am Vorabend angesetzt und morgens fertiggestellt. Frühmorgens wurde der Ofen mit Reisigbündeln angefeuert. War er heiß genug, wurde die Asche herausgekehrt und die Brotlaibe wurden hineingeschoben. Insgesamt hatten bis zu 30 Brote im Backraum Platz. Aufbewahrt wurden die Brote im Speicher, wo sie auf einem erhöhten Holzbrett vor Mäusen und Ratten sicher waren. 
Neben Brot wurden auch einfache Kuchen gebacken, die noch am selben oder am nächsten Tag verzehrt wurden. So war der monatliche Backtag immer auch ein kleiner kulinarischer Höhepunkt für die bäuerliche Bevölkerung.

Um die Restwärme des Ofens nicht ungenutzt zu lassen, wurden in ihr Äpfel, Birnen und Zwetschgen gedörrt.

Übrigens: Wenn Sie mal selbst frisches Holzofenbrot probieren möchten, besuchen Sie einen unserer Landfrauentage. Immer am ersten Samstag im Monat bereiten Landfrauen aus der Region kulinarische Spezialitäten zu und backen Brot und Datschkuchen.

Wussten Sie schon ... ?

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