Bärlauch

Wussten Sie schon, dass Bärlauch auch als „der bessere Knoblauch“ bezeichnet wird?

Wir stecken bereits mittendrin in der Bärlauch-Saison. Das typische Frühlingskraut ist eine der ersten Pflanzen, die sich im Jahr sammeln lassen und erfährt immer größerer Beliebtheit. 

Bei einem Spaziergang im schattigen Wald, auf feuchten Böden, kann man die Wildpflanze schon von Weitem riechen. Wie der Titel bereits vermuten lässt, duftet sie nach Knoblauch. 

Aber warum wird Bärlauch als „besserer Knoblauch“ bezeichnet? Das ist ganz leicht. Wenn Sie an Knoblauch denken, fällt Ihnen bestimmt eine negative Eigenschaft ein, oder? Und genau das ist der entscheidende Punkt. Bärlauch ist zwar mit Knoblauch verwandt, bringt auch ein ähnliches Aroma und die gleichen gesundheitlichen Vorteile mit sich, verursacht aber dafür keine unangenehmen Gerüche nach der Zubereitung oder dem Essen. Riecht wie Knoblauch, ist so gesund wie Knoblauch, schmeckt wie Knoblauch, aber der Mundgeruch bleibt aus – das hört sich doch super an!

Bereits im Steinzeitalter war man sich der heilenden Wirkung dieser Wildpflanze bewusst. So wirkt sie antibakteriell, kann Erkältungen bekämpfen und Fieber sowie Husten lindern. Bärlauch ist außerdem reich an Mineralstoffen und Vitaminen, fördert die Verdauung und reguliert den Blutdruck. 

Auch in der Küche ist Bärlauch ein wahres Multitalent. Ob als Zutat im Wildkräutersalat, als Gewürz für Fleisch oder Fisch, als Brotaufstrich, Pesto oder Suppe – es gibt immer mehr Rezepte, in denen die Wildpflanze auftaucht. Noch dazu lässt er sich prima einfrieren!

Leider ist die Bärlauch-Saison nur sehr kurz. Von März bis Mai lässt er sich am besten verzehren. Sobald die Bärlauch-Pflanzen blühen, verlieren die Blätter ihr Aroma. Der Beginn der Blütezeit beendet somit die Erntezeit. 

Haben wir Ihre Lust auf Bärlauch geweckt und Sie möchten sich bei Ihrem nächsten Spaziergang selbst auf die Suche machen? Dann ist Vorsicht geboten! Die giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen sehen fast genauso aus. Um sicherzugehen, zerreiben Sie einfach ein Blatt zwischen den Fingern. Sobald Sie den Geruch von Knoblauch wahrnehmen können Sie sicher sein, dass Sie Bärlauch entdeckt haben. 

Übrigens: Auch auf unserem Museumsgelände konnten wir bereits reichlich Bärlauch entdecken. Der ein oder andere Kollege hat sich schon etwas zur Weiterverarbeitung mit nach Hause genommen. Auf dem Pausenbrot kann man es sich aber auch schmecken lassen.

Wussten Sie schon ... ?

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