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Allerheiligen


Wussten Sie schon, was an Allerheiligen gefeiert wird?

Allerheiligen ist ein christliches Fest, bei dem man – wie der Name schon sagt – aller Heiligen gedenkt. In der Westkirche wird es am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen am Sonntag nach Pfingsten.

Hintergrund dieses Feiertages ist, dass es aufgrund der steigenden Zahl an Heiligen in den ersten Jahrhunderten des Christentums immer schwieriger wurde, jedem einzelnen an einem besonderen Tag zu gedenken. Im Jahr 609 weihte Papst Bonifatius IV. das heidnische Pantheon in Rom der Jungfrau Maria und allen Märtyrern und ordnete eine jährliche Gedenkfeier für alle Heiligen an. Diese fand zunächst jedes Jahr am Freitag nach Ostern statt, bis Papst Gregor IV. Allerheiligen im Jahr 835 auf den 1. November verlegte. Nach und nach breitete sich dieser Feiertag in der gesamten Westkirche aus und ist bis zum heutigen Tag insbesondere in der Römisch-Katholischen Kirche ein Hochfest. Die protestantischen Kirchen begehen das Fest eher inoffiziell als einen Gedenktag, da sie keine Heiligenverehrung praktizieren.

Für die Landwirte früherer Zeit war der Feiertag auch ein wichtiges Datum, um Regelmäßigkeiten bei Wettererscheinungen festzustellen. In den sogenannten Bauernregeln wurden diese Beobachtungen festgehalten und von Generation zu Generation weitergegeben.  Allerheiligen diente vor allem dazu, eine Prognose für den kommenden Winter zu stellen. So stellten die Bauern beispielsweise fest: „Allerheiligenreif macht zur Weihnacht alles steif“ oder „Allerheiligen feucht, wird der Schnee nicht leicht.“

Übrigens: Wenn Sie sich für Glauben und Aberglauben der früheren Landbevölkerung interessieren, empfehlen wir Ihnen unsere Themenführung „Der Bauer und der liebe Gott“.

Wussten Sie schon ... ?

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