Hanfreibe

Die Hanfreibe gehörte zur Oberen Mühle in Steinach (Kinzigtal) und wurde bis 1928/29 betrieben. Hanfreiben wurden von Kundenmahlmühlen betrieben. Sie gehörten also nicht zu einem Bauernhof.

Hanfreiben kamen bei der Gewinnung von Hanf- und Flachsfasern zum Einsatz. Nachdem aus den Pflanzenstielen Fasern gewonnen waren, wurden diese zu Zöpfen gedreht. Die Zöpfe wurden dann auf die Hanfreibe gelegt, damit der darüber walzende Stein zurückgebliebene Holzteilchen zerquetschte und die Fasern weich rieb. Anschließend wurden die Fasern in einem letzten Verarbeitungsschritt nochmals gekämmt (hechlen).